bitte Kämpft weiter für den Stopp von Abrissen unseres alten schönen Chemnitzes! So wie es gerade wieder die GGG an der Nordstraße plant und vornimmt. Eine Ecke, wenn diese Saniert wäre, jederzeit zu vermieten ist!
„Ist es nicht grausam, unsere Stadt Stück für Stück sterben zu lassen, ihr all unsere stolzen Denkmäler zu entreißen, bis von ihrer Geschichte und Schönheit nichts mehr übrig ist, was unsere Kinder inspiriert!“ (Jacqueline B. Kennedy - Ehefrau von JFK)
Wir stören uns daran, was unsere Eltern und Großeltern nach dem Krieg für Gebäude abgerissen hatten. Unsere Kinder werden uns daran messen was wir heute tun werden. Aus dem Grund stoppt den Wahnsinn, bevor nach dem alten schönen Stadtzentrum der 30iger Jahre nun auch noch dessen Randgebiet entgültig und für immer verschwindet!
Das kann doch nicht von der Stadt und vorallem Stadttochter GGG gewollt sein!
Ihr Chemnitzer,
S. Schlieder
04.11.2007 20:19, Sabine aus Chemnitz :
Mit dem Abbruch denkmalgeschützter Gebäude wird Chemnitz ein drittes Mal zerstört. Sehr traurig.
Die Idee mit den Wächterhäusern, wie in Leipzig, begrüße ich daher sehr und würde mich sofort mit dafür engagieren.
19.12.2006 12:56, Ralf Lippold aus Leipzig/Dresden/Mainz/Bamberg :
Was in der Politik zu bemerken ist, Verdrossenheit, wird auch immer stärker beim Erhalt von historischer Baukultur deutlich, denn welcher Bürger engagiert sich noch, wenn sein Nachbarhaus abgerissen wird?:-(
Alle deutschen Kommunen kämpfen mit dem "Wuchern" an ihren Stadträndern (was im übrigen nicht wenig Geld kostet, denn die erforderliche Infrastruktur wie Straßen/ÖPNV/Schule
n/etc.) und schaffen es nicht, die innerstädtischen Bereiche mit dem vorhandenen baulichen Potential für Bewohner nutzbar zu machen.
Für denjenigen, der nur auf das "schnelle Geld" schaut ist selbstverständlich die Nutzung von halbwegs nutzbaren Wohnungen (Plattenbausiedlungen) oder das schnelle Hochziehen von Neubaugebieten auf der "grünen Wiese" das adäquate Mittel.
Ist es das wirklich? Sind die langfristigen Auswirkungen bedacht worden?
Meist wird nur bis zur ausgestreckten Hand gedacht (da wo das Geld in die Handfläche gelangt).
Dass es anders gehen kann als in Chemnitz, Leipzig oder anderswo zeigen Beispiele aus Dresden, wo man in der Neustadt zwar einige Jahre warten musste, nun aber ist es das Viertel wo es sich am angenehmsten wohnen lässt (eigene Erfahrung). Kleinteilige gewachse Einkaufsstrukturen (nicht Einkaufszentren an jeder Ecke). und eine Vielgliedrigkeit der Architektur machen das Leben dort lebenswert.
Zum Leben in einer Stadt gehören nun mal nicht nur eine billige Wohnung, sondern auch das entsprechende Umfeld in der näheren -fußläufigen- Umgebung;-)
Soviel von meiner Seite und ich wünsche mir, dass in den Stadtverwaltungen schnell ein Umdenken einsetzt und die langfristige Planungsweitsicht wieder "Herr" über die Planungs- und Bauprozesse in den Städten wird.
Ralf Lippold
07.12.2006 15:19, Nguyen-Kollmann, Hoang-Son aus Münster/NRW :
Die Stadt Münster, wo ich als 2. Heimat seit 26 Jahren wohne und seit 16 Jahren arbeite, hat verschiedene nationale und internationale Wettbewerbe gewonnen, u.a. als liebenswerte Stadt WELTWEIT 2005 in Toronto/Canada gewonnen. Ein entscheidenen Faktor zur Ehrung war die Unterstützung der Bürgerschaft nach dem 2. Weltkrieg, den Stadtkern allen vordran den Prinzipalmarkt als Münster´s beste Stube nach dem alten Vorbild wieder aufzubauen.
Besonder zu Weihnachtszeit ist die historische Stadtzentrum das Touristenziel aus In- und Ausland Nr. 1 und Bereicherung für allen.
Man - Stadtplaner und Bürger - möge dies als historische, unwiederholtbare Chance sehen, nutzen und fördern bspw. die echten Liebhaber für Kunst und Geschichte aber auch in wirtschaftlichem Nutzen durch gute Sanierung/Wiederaufbau Wohnraum für die nächsten Generationen.
Kultur und Kommerz sind nicht gegensätzlich, sondern in Chemnitz in wunderbarer Komposition.
06.12.2006 15:58, Peter Huf aus München:
Schade, wie man solch schöne Bauwerke - egal in welchem aktuellen Zustand sie sich befinden - reihenweise der Abrissbirne zum Opfer werden lassen kann. Wenn es schon Fördergelder vom Staat gibt, dann sollten diese zum Erhalt der Häuser eingesetzt werden. Jedes abgerissene Haus ist nie mehr zu ersetzen. Ich selbst habe mir vor Ort bereits ein Bild von Chemnitz gemacht. Diese Gründerzeitviertel sind doch einmalig und wunderbar. Wenn man durch bestimmte Viertel von München fährt, kann man sich teilweise nur mit Grauen von der einfallslosen Architektur abwenden. Auch hier wurde "zurückgebaut" und danach wieder "aufgebaut" - mit den oben beschriebenen Konsequenzen. Bitte machen Sie dieselben Fehler nicht auch in Chemnitz. Stoppen Sie den Abrißwahn.
25.07.2006 19:47, Breuer Werner aus Saarland :
Für den Erhalt der noch vorhandenen Bausubstanzen,möchte ich mich schon einsetzen.
Denn reißen wir unsere Vergangenheit ab,haben wir keine Zukunft.Das sollte auch manchen Profitgeiern mal zu denken geben.
05.04.2006 19:33, Rob Veenenberg aus Niederlande :
In Deutschland herrscht eine Abrisswelle gegen die traditionellen Bauten die den Krieg überlebt haben.
Funktionalismus MUSS sein, heisst es fast überall und jetzt schon ein halbes Jahrhundert lang.
Tradition, Schmuck un Romantik sind "minderwertig".
Deutschland soll "modern" und "neu" aussehen.
Leider bedeutet das ein Ende von viel unersetzbare Bauten. Nur vereinzelt wird etwas rekonstruiert und daran beleben hunderttaussenden die tiefsten Freude.
Das geschieht heute fast nur in Dresden. In die andere Grosstädte herrscht leider der Tabula Rasa!!!